
In den letzten Jahren haben Obligationen – sie heissen auch Anleihen oder Bonds – viele Anleger enttäuscht. Die Zinsen waren im Keller, und mit Obligationenfonds handelte man sich oft Verluste ein. Der Puffer für stürmische Zeiten war ein Renditekiller geworden. Das änderte sich mit dem Ende der Niedrigzinspolitik. Doch als die Notenbanken signalisierten, dass sie die Leitzinsen bald wieder senken, stand die Welt der Obligationen erneut kopf.
Obligationen funktionieren so: Man leiht einer Firma, einem Staat Geld und erhält jedes Jahr einen fixen Zins, den Coupon. Am Schluss gibts den Einsatz zurück. Die Höhe des Coupons hängt vom allgemeinen Zinsniveau und von der Bonität des Schuldners ab, also davon, wie gross das Risiko eines Zahlungsausfalls ist. Bei einer AAA-Bewertung ist es kleiner als 0,5 Prozent, bei BB 19,1 Prozent, bei sogenannten Schrottanleihen noch höher. Um das Ausfallrisiko zu senken, kann man in Obligationenfonds oder Obligationen-ETF investieren.

