
In schätzungsweise ein bis zwei Prozent aller tödlichen Badeunfälle dauert es allerdings 24 Stunden oder länger, bis die Person Erstickungssymptome entwickelt und verstirbt. Dieses Phänomen heisst sekundäres Ertrinken. Offizielle Statistiken dazu gibt es nicht, lediglich Schätzungen. Sicher aber ist, dass schon wenige Milliliter Wasser, die eingeatmet werden und in der Lunge verbleiben, reichen, um an sekundärem Ertrinken zu versterben. Verschmutzungen im Wasser können einige Zeit nach dem Badeunfall Entzündungen, Ödeme oder eine schwere Lungenentzündung hervorrufen. Der Körper wird über lange Zeit mit Sauerstoff unterversorgt – ein schleichender Erstickungsprozess.

