
Die Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration (FIZ) betreibt das grösste spezialisierte Opferschutzprogramm gegen Menschenhandel in der Schweiz. 2024 erreichten die Schutzunterkünfte des Programms eine Rekordauslastung. 51 Personen wurden stationär aufgenommen, total verbrachten sie 5677 Nächte in Sicherheit. Das sei eine Zunahme um 50 Prozent, schreibt die FIZ.
Insgesamt hat das Opferschutzprogramm Menschenhandel der FIZ 208 Opfer von Menschenhandel im letzten Jahr beraten.
159 Personen waren Opfer von sexueller Ausbeutung, 42 von Arbeitsausbeutung in verschiedenen Branchen, 13 von anderen Ausbeutungsformen wie etwa Zwangsehe betroffen.
Rund 80 Prozent sind Frauen. Die meisten Opfer waren zwischen 18 und 40 Jahre alt, wobei auch einige Minderjährige betreut wurden. Sie stammten aus 36 verschiedenen Ländern, am häufigsten aus Ungarn, Rumänien, Kolumbien, Thailand, der Demokratischen Republik Kongo und Brasilien.

