
Erstens: Wenn die ursprüngliche Idee nicht mehr funktioniert
Wer beim Kauf festhält, warum er investiert, kann später prüfen, ob diese Annahmen noch gelten. Schwächeres Wachstum oder ein bröckelnder Wettbewerbsvorteil sind klare Warnsignale. Entscheidend ist Ehrlichkeit. Wer sich selbst täuscht, hält zu lange an einem Titel fest, der dann Verluste mit sich bringt. Alexandra Janssen, CEO von Ecofin Portfolio Solutions, betont zudem: «Eine von Anfang an falsch gewählte Strategie kann einen Ausstieg rechtfertigen, etwa wenn das eingegangene Risiko die eigene Risikokapazität übersteigt.» In solchen Fällen sei ein schrittweises Vorgehen häufig sinnvoller als ein radikaler Schnitt, etwa durch Umschichtungen oder Absicherungen. Doch nicht immer liegt der Grund im Portfolio selbst: Einer der wenigen legitimen Gründe für einen Ausstieg ist laut Janssen eine grundlegend veränderte Lebenssituation.

