
Betroffene kritisieren unzureichende Unterstützung
Viele Betroffene beklagen die unzureichende Unterstützung bei der Herkunftssuche und berichten insbesondere bei internationalen Recherchen von nicht zielführenden Massnahmen. Den Kantonen fehlen in den Herkunftsländern häufig verlässliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, weshalb sich die Suche oft auf formelle Anfragen vor Ort beschränkt. Sarah Ineichen, Präsidentin des Vereins Back to the Roots, fordert deshalb: «Für die Herkunftssuche braucht es eine unabhängige, vom Adoptionssystem losgelöste Fachstelle, die von der Schweiz finanziert wird und Betroffene kompetent und langfristig begleitet.» Sie verweist darauf, dass viele Adoptionsverfahren aufgrund mangelnder Kontrollsysteme der Schweizer Behörden rechtswidrig waren.

