
Im Tessin bekommen nur 0,8 Prozent der Schulkinder ADHS-Medikamente. Die tiefste Rate der Schweiz. Ein Vorbild für Sie?
Ja, das Tessin zeigt, dass es auch anders geht. Viele Ärztinnen und Ärzte dort kommen aus Italien, wo die Skepsis gegenüber Ritalin gross ist. Und in der südländischen Kultur sind laute und fröhliche Kinder, die viel rumrennen und sich austoben, normal. Zudem setzt das Tessin stärker auf pädagogische und soziale Lösungen, und das Bildungssystem ist durchlässiger: Die Selektion erfolgt später.

