
Patientinnen und Patienten werden bei einem Spitaleintritt über den Notfall aufgenommen und dort medizinisch abgeklärt. Nur wer stationär eintreten müsste, also so krank ist, dass ein Spitalaufenthalt nötig ist, kann auch für das Visit-Modell geeignet sein. Voraussetzung für die Betreuung «at home» ist ein Wohnort, der maximal 15 Fahrminuten vom Spital entfernt liegt. Auch müssen die Betroffenen im Alltag genug selbständig sein, etwa bei der persönlichen Hygiene.
Ein Team aus Pflegefachpersonen und Ärzten übernimmt die Behandlung zu Hause. Die Überwachung des Allgemeinzustands erfolgt mittels Telemedizin. Kleine Elektroden auf dem Brustkorb messen Herz- und Atemfrequenz sowie die Sauerstoffsättigung und übermitteln sie in Echtzeit ans Spital.
Der Pilotversuch läuft seit 2021. Die rund 380 in diesem Zeitraum behandelten Personen waren zwischen 17 und 102 Jahre alt, im Schnitt 62 Jahre. Die häufigsten Krankheitsbilder waren komplizierte Harnwegsinfektionen, Lungenentzündungen sowie Weichteilinfektionen.

