
Ob «The Devil Wears Prada» für schulische Zwecke in Sozialkompetenz-Workshops gezeigt wird? Möglich wärs. Im Film reiht sich schliesslich ein empathieloses Beispiel ans nächste. In der Rolle der Chefredaktorin Miranda Priestly verkörpert Meryl Streep einen kurzhaarigen Eisklotz. Ziemlich kalt. Ziemlich hart. Kleiner Dialog-Auszug für alle, denen der Film entgangen ist:
Miranda Priestly: «Ich verstehe einfach nicht, was so schwer daran ist, einen Termin zu bestätigen.»
Erste Assistentin Emily: «Ich weiss, es tut mir so leid Miranda, ich hatte…»
Miranda Priestly: «Die Details Ihrer Inkompetenz interessieren mich nicht.»
Uns eigentlich auch nicht. Was uns aber interessiert: Die Details Miranda Priestlys Inkompetenz. Ihre beschränkte Sozialkompetenz. Empathie, also die Eignung, Mitgefühl aufzubringen, ist ein Teil davon. Teamfähigkeit, Kompromissbereitschaft, Zuverlässigkeit, Geduld, Toleranz, Kritikfähigkeit und Selbstreflexion sind weitere. Es gehe bei Sozialkompetenz um die Fähigkeit, Beziehungen zu anderen und uns selbst zu regeln, erklärt Barbara Schmugge gegenüber der NZZ. Sie ist Professorin und Studienleitung für Angewandte Psychologie an der Zürcher Hochschule in Winterthur. Sie führt weiter aus, dass diese Fähigkeiten nicht angeboren sind, sondern wir sie im Laufe unserer Sozialisation erwerben.
Das Lernen beginnt schon früh. Wenn im Kindergarten der Znüni geteilt wird oder wir warten müssen, bis jemand den Satz beendet hat. Und als Erwachsene? Können wir unsere Sozialkompetenzen weiter ausbauen. Beginnen wir doch mit diesen drei Bereichen:

