
Mücken, Flöhe, Zecken, Läuse, Wanzen: Sie alle haben eine Vorliebe für Menschenblut. Die Vorstellung, angezapft und ausgesaugt zu werden, ist nicht sehr angenehm – der manchmal tagelang anhaltende Juckreiz als Folge eines Stichs noch viel weniger. Warum aber juckt der Insektenstich eigentlich?
In der obersten Hautschicht sitzen winzige Nervenenden, in der Fachsprache Nozizeptoren genannt. Einige davon reagieren auf mechanische Reize wie Quetschungen und Stiche, andere auf Temperaturreize oder chemische Stoffe. Dass es für die Empfindung Jucken spezialisierte Sensoren gibt, konnte die Wissenschaft erst vor wenigen Jahren beweisen. Früher nahm man an, der Juckreiz sei eine schwache Form des Schmerzes.

