
Problem 1: Schaufensterpreise
Das Problem: Der Preis eines neuen Medikaments wird heute zwischen dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und den Pharmaherstellern ausgehandelt. Dabei zählen zwei Kriterien. Erstens: die Preise, die im Ausland für das Medikament gezahlt werden (Auslandspreisvergleich). Zweitens: die Preise bereits in der Schweiz zugelassener Medikamente, die gegen dieselbe Krankheit eingesetzt werden (therapeutischer Quervergleich). Doch die Verhandlungen basieren immer öfter nicht auf den tatsächlich gezahlten Preisen, sondern auf sogenannten Schaufensterpreisen. Das sind künstlich überhöhte, aber öffentlich publizierte Preise eines Medikaments. Laut Helsana liesse sich hier ein erhebliches Sparpotenzial realisieren. Die Krankenkasse fordert, künftig die realen Preise als Grundlage für die Verhandlungen zu nehmen.
Frage an die Parteien: Unterstützen Sie die Forderung der Helsana?

