
Kreativität: Im Restaurant am Handy gamen, bis das Essen kommt. Im Zug ein paar Videos schauen anstatt zum Fenster raus. In einer modernen Kindheit gibt es kaum noch beschäftigungsfreie Wartezeiten und schon gar keine ellenlangen Nachmittage, an denen man nichts anderes zu tun hat, als auf einem Kirschenbaum zu sitzen, Früchte zu stehlen und sich Streiche auszudenken. In einer Welt voller Ablenkung kann man vergessen, was Langeweile eigentlich ist: ein Geschenk. Ein Geschenk, das Eltern ihren Kindern machen können, um deren Resilienz und Kreativität zu fördern. Das sind zwei wesentliche Bausteine des subjektiv empfundenen Glücks. Nur, wie soll ein erwachsener Mensch wissen, was er mit sich selbst anfangen kann, wenn er als Kind nicht gelernt hat, Langeweile zu überwinden?

