
Wie gelingt denn die Mobilisierung neuer Freiwilliger?
Eine Möglichkeit ist, mehr unverbindliche, punktuelle Engagements zu ermöglichen. In unserer Studie haben wir vier Beispiele angeschaut, die es schaffen, Menschen für etwas zu bewegen. Gemeinsam ist allen Projekten, dass sie einen niederschwelligen Zugang haben. Dass man also sehr einfach mitmachen kann. Zum Beispiel beim untersuchten Projekt Critical Mass: Da kann ich einfach auch mit dem Velo mitfahren und lerne Gleichgesinnte kennen. Alle Projekte sind auch als Biotope zu verstehen. Auf der Basis eines gemeinsamen Ziels, einer kritischen Masse an Teilnehmenden und institutionalisierter Möglichkeiten des Austauschs untereinander können in diesen Biotopen neue Dinge entstehen, die auch mehr Verbindlichkeit erfordern. In der Business-Sprache würde man wohl von Spin-offs sprechen. So entstehen neue Dynamiken, und die Leute haben ihre individuelle Freiheit, etwas Eigenes zu machen.

