Lange Zeit war das Rentenniveau von 70 Prozent das heilige Wahlversprechen der AfD, obwohl es von Experten als schlicht unfinanzierbar abgestempelt wurde. Vor der großen Fraktionsklausur nach Ostern deutet sich nun eine radikale Kehrtwende an. Pauline von Pezold und Frederik Schindler analysieren, wie die Partei von der 70-Prozent-Marke abrückt, warum ein „Junior-Depot“ für deutsche Kinder die Vorsorge retten soll und wie die AfD nun versucht, marktliberale Elemente mit staatlicher Lenkung zu versöhnen. Zudem im Fokus: Das große Streitthema Wehrpflicht, bei dem sich Befürworter und Gegner unversöhnlicher denn je gegenüberstehen.
Das Projekt „Generation Deutschland“ sollte den radikalen Nachwuchs bändigen, doch der Plan der Parteispitze wirkt zunehmend wie eine Illusion. Trotz Ordnungsmaßnahmen und Rügen finden extremistische Ideologien in der neuen Struktur sofort wieder ihren Platz. Es geht um die Frage, warum es Weidel und Chrupalla nicht gelingt, die Geister, die sie riefen, zu kontrollieren und warum Teile der Bundestagsfraktion den Radikalen auf Social Media sogar noch den Rücken stärken.
Mit seiner Forderung nach dem vollständigen Abzug aller US-Truppen bedient Parteichef Tino Chrupalla nicht nur klassische Anti-Amerikanismus-Reflexe, sondern riskiert den offenen Bruch mit dem bürgerlich-konservativen Flügel. Warum prominente Abgeordnete wie Beatrix von Storch vor einem „schutzlosen Deutschland“ warnen und ob Chrupalla hier endgültig die sicherheitspolitische Seriosität opfert, ist ebenfalls Thema dieser Folge.
„Inside AfD“ ist der POLITICO-Deutschland-Podcast über die umstrittenste Partei des Landes. Trotz Radikalisierung und Beobachtung durch den Verfassungsschutz wächst die AfD weiter. Wie ist das möglich? Was treibt ihre Anhänger, Strategen und Gegner an? Wie funktioniert das Innenleben der Partei? Und was bedeutet ihr Aufstieg für das politische System Deutschlands? Antworten liefern immer mittwochs Pauline von Pezold von POLITICO und Frederik Schindler von WELT — unaufgeregt, aber kritisch.
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