
Der heute 55-Jährige wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Portugal auf. Sein Vater sei ein Patriarch gewesen, erzählt er. Streng und unbarmherzig. «Er hat uns physisch und psychisch missbraucht», sagt Pereira, der kerzengerade dasitzt, die Hände im Schoss gefaltet. Um seiner Autorität zu entkommen, zog er früh von zu Hause aus, meldete sich freiwillig beim Militär und diente dort zwei Jahre als Fallschirmspringer. 2006 kam Pereira als Saisonnier in die Schweiz. Er arbeitete als Erntehelfer, dann in der Hotellerie und auf dem Bau. Dort verdiente er genug, um seine Frau und seine vier Kinder nachzuziehen.

