
Beobachter: Frau Rösler, die ausgezeichneten Schulen sollen als «Best Practice» für andere Schulen dienen. Finden Sie das sinnvoll?
Dagmar Rösler: Ich bin sehr vorsichtig, wenn es um «Best Practice» geht. Besser wäre es, die «Good Practice» vieler Schulen bekannt zu machen. Zudem sollte der Fokus nicht nur auf der Begabtenförderung Einzelner, sondern auf der Begabungsförderung aller Schülerinnen und Schüler liegen. Ich sehe aber den werbetechnischen Effekt für die Begabten- und Begabungsförderung. Ich sage bewusst Begabten- und Begabungsförderung, denn die Volksschule hat nicht den Auftrag, Exzellenzförderung zu betreiben.

