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Asche verstreuen: Regeln für Urnenbestattungen in der Schweiz

GenevaTimes by GenevaTimes
September 21, 2026
in Switzerland
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Urne bestatten: Wo und wie geht das?

Rechtlich gesehen gibt es zwei Formen der Bestattung: die Erdbestattung eines Sargs oder die Feuerbestattung (Kremation), bei der die Überreste nach der Einäscherung in einer Urne beigesetzt werden. Die Kremation, die von der katholischen Kirche erst seit 1963 akzeptiert ist, ist heute in der Schweiz die weitaus häufigste Form der Bestattung.

Während ein Sarg ausschliesslich auf einem Friedhof beerdigt werden darf, kann eine Urne auf viele verschiedene Arten bestattet werden.

Nachfolgend einige mögliche Beispiele. Was in der Wunschgemeinde wirklich erlaubt ist, sollten Sie vorab klären:

  • Zuhause: In der Schweiz ist es erlaubt, die Urne zuhause aufzustellen. Auch im eigenen Garten darf diese vergraben oder aufgestellt werden. Wirklich befriedigend scheint diese Form der ewigen Ruhe aber nicht zu sein. Unter Umständen kann es nämlich für Angehörige belastend sein, wenn die Erinnerung an die verstorbene Person im Alltag ständig präsent ist und so den Trauerprozess beeinträchtigt.
  • In der Natur: Asche gilt als «natürlich», deshalb darf sie in vielen Gemeinden in der Natur verstreut werden. Wer die Urne vergraben will, sollte dies bei der Gemeinde anmelden. Man sollte aber beachten, dass sie nicht nach den ersten Regenfällen wieder zum Vorschein kommt.
  • Auf dem Wasser: Die Asche kann in Seen oder Flüssen verstreut werden – sofern keine Menschen in näherem Umkreis baden und dies nicht gegen die geltenden kantonalen Gewässerschutzgesetze verstösst. Die Urne allerdings gehört nicht ins Wasser. Wenn Bestattungen auf dem Meer gewünscht sind, so sollten internationale Gewässer aufgesucht werden, da gewisse Länder Bestattungen in der Natur per Gesetz verbieten.
  • In der Luft: Asche kann auch aus einem Heissluftballon, Flugzeug oder Helikopter in den Wind gestreut werden. Allerdings sollte dabei nicht unterschätzt werden, dass es sich bei einer erwachsenen Person um zwei bis drei Liter Asche handelt. Weil solche Bestattungen anspruchsvoll sind, sollten diese nur mit professioneller Hilfe durchgeführt werden.

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