
Institutionelle Einbahnstrassen
Wer in der Schweiz schwer körperlich erkrankt, landet oft in einer institutionellen Sackgasse: Entweder überfordern die Betroffenen ihre pflegenden Angehörigen zu Hause – so wie Robin Schönbecks Mutter, die seit Jahren alles für sie gibt –, oder sie enden in einem Pflegeheim mit starren Vorschriften. «Wenn man krank ist, wird man oft nicht mehr wie ein Mensch behandelt», beschreibt Robin Schönbeck ihre schmerzhafte Realität. «In einem Heim muss man zu bestimmten Zeiten aufstehen oder essen. Aber wir sind junge, denkende Menschen, wir sind nur körperlich krank.»

