
Die Pünt in weiter Ferne
Familiengarten, Kleingarten, Schrebergarten oder Pünt: Je nach Region nennt man sie anders.
Gemeint ist damit meist eine Anlage, die in Gartenparzellen zur Miete unterteilt ist. Hier haben Mieterinnen oder Hausbesitzer mit zu kleinem Umschwung die Möglichkeit, trotzdem einen eigenen Garten zu haben.
Schweizweit gibt es schätzungsweise etwa 30’000 solcher Parzellen. Vermietet werden sie üblicherweise von Vereinen zu Preisen, die – je nach Standort – bei 1 Franken pro Quadratmeter liegen. Eine Parzelle umfasst rund 200 Quadratmeter, kostet also jährlich an die 200 Franken.
Die Gartenhäuschen darauf gehören hingegen meist dem Pächter. Wird eine Parzelle weitergegeben, muss für das Häuschen deshalb eine Ablösesumme bezahlt werden. «Das ist oft ein Streitpunkt», sagt Otmar Halfmann, Präsident des Schweizer Familiengärtner-Verbands. Normal betrage eine Ablösesumme um die 2000 bis 3000 Franken.
Doch das allergrösste Problem derzeit ist, überhaupt eine Parzelle zu finden. «Es ist wirklich dramatisch», sagt Halfmann. Der Trend zu naturnahem Gärtnern und dann noch Corona hätten zu einer ausserordentlichen Nachfrage – vor allem in den städtischen Agglomerationen – geführt. Die Wartezeit müsse dort aktuell in Jahren bemessen werden, so der Verbandspräsident.

