
Krach als Kulturgut
Ein Geniestreich der Bürokratie: Krach wird zum Kulturgut geadelt. Wer zuzieht, unterschreibt den Verzicht auf Ruhe. Dieser Kniff weckt Begehrlichkeiten. Wenn Lärm erst legalisiert ist, folgen die nächsten Eskalationsstufen: Der Presslufthammer mutiert zur «rhythmischen Industriefolklore», das morgendliche Jodel-Duett zur Pflichtklausel im Mietvertrag.

