
Beobachter: Frau Probst-Hensch, es ist Herbst, die Laubbläser rauben mir den letzten Nerv. Was raten Sie mir?
Nicole Probst-Hensch: Entspannungsübungen. Oder Reissaus nehmen. Vor allem aber: Gönnen Sie sich genügend Schlaf! Ausserdem ist Lärmwahrnehmung relativ.
Wie meinen Sie das?
Wer in einer ruhigen Gegend wohnt, fühlt sich vom ersten Flieger um sechs Uhr morgens deutlich mehr gestört. Auch die Einstellung ist entscheidend. So beeinflusst der Status einer Beziehung zu den Nachbarn die Wahrnehmung von Lärm. Wenn Sie das Nachbarskind mögen, stören Sie sich weniger daran, dass es wieder Spielsachen übers Parkett schleudert.

